Sklaven

Wenn ich zur Arbeit geh 
und auf der Straße steh.
Wenn ich im Garten sitze
und in der Sauna schwitze.
Ob ich im Flugzeug fliege
ja ob ich auf dem Boot im Wasser liege.
es ist doch überall das gleiche

Wir sind Sklaven
unseres Lebens,
wir sind Sklaven
wahre Freiheit wirds nie geben.
 
Die Zeit bestimmt mein Leben jetzt
das Schicksal ob es mich zerfetzt.
Die Schwerkraft hält mich hier fest
ich kann nur tun was das Gesetz mich lässt.
Ich mache was der Staat mir sagt
und weiß die Religion hat Macht.
Egal was ich auch erreiche
es doch überall das gleiche.
 
Wir sind Sklaven
unseres Lebens,
wir sind Sklaven
wahre Freiheit wirds nie geben.
 
Es gibt nichts was ich machen kann
ich denke nur im Geist daran.
Ich werde immer der Selbe sein
und deshalb will ich Schreien.
 
Wir sind Sklaven
unseres Lebens,
wir sind Sklaven
wahre Freiheit wirds nie geben.
 
Wir werden immer Sklaven sein
daran wird sich nichts mehr ändern.
Wir werden immer Sklaven sein
solange wir Leben.
Um endlich richtig Frei zu sein
müssen wir unser Leben
aufgeben.
 
[by authenticgirl]

Vorstellungsgespräch die dreihundertzweiundzwanzigste

Ich mag es kaum glauben aber ich hatte in meinem jungen Leben schon [nach Liste] vierunddreißig Vorstellungsgespräche.

Ich lasse mir gerne mehrere Optionen offen und suche mir dann das beste heraus. Letzte Woche hatte ich eins, dass alles in den Schatten stellte.

Es ging um die Stelle als stellvertretende Küchenleitung. Ich kam pünktlich, gestrigelt und musste erstmal 10 Minuten warten. Bis dahin nichts ungewöhnliches. Der Chef 1,90m groß und breit wie ein Schrank, kam auf mich zu und wir setzten uns in eine Ecke im Restaurant. Nach kurzem Vorstellen ging es los. Er meckerte, schimpfte und redete sich in Rage [über eine halbe Stunde] über seine jetzige Stellvertretende Leiterin und ging sogar ins persönliche. Was Sie denn alles nicht kann, was Sie alles falsch machte, Sie bekam nichts auf die Reihe etc…  Ich hatte sowas noch nie erlebt dementsprechend war ich sprachlos.

Er setzte fort, dass er vor einem halben Jahr anfing und das ganze Personal komplett auswechselte und jeder nach seiner Spur pfeifen musste. Der wo das nicht tat, mit dem machte er kurzen Prozess. Nachdem ich das erstmal verdaut hatte zeigte er mir die Küche und stellte mir das Personal vor. Immer mehr wurde er mir unsympathisch und ich hielt Abstand. Ich kenne solche Chefs zu genüge besonders in der Gastronomie. Totaler Koleriker, Kontrollfreak mit einem Hauch von satanistischen Gedankengut. Irgendwie war ich ihm sympathisch[!] denn am liebsten hätte er mich sofort eingestellt.

HALLO?? Meine Gedanken kreisten. Wenn ich nicht sofort nach seiner Pfeife tanze stehe ich auch sofort auf der schwarzen Liste? Selbst wenn das mit seiner jetzigen Leiterin stimmte, zeichnet es nicht einen guten Chef aus die Probleme intern zu lösen und nicht rumzuposaunen?  Ich würde nie auf die Idee kommen zu einem Vorstellungsgespräch  über meinen Chef bzw. Firma zu lästern. Das ist ein No-Go!

Das sagt mir jedenfalls alles über ihn. Ganz klare Antwort: Nein, Nein und Nein!

Sowas muss ich mir nicht nochmal  antun!

Nachbarschaftsstreit

In den letzten Wochen war einiges los. Jetzt da endlich mal seit Wochen, richtig schönes Sonnenschein Wetter ist, hat mich eine Erkältung flach gelegt. Wenigstens habe ich mal wieder Zeit zum bloggen.

Vorletztes Wochenende gab es Trubel mit unserer Nachbarin. Sie, ihre zwei süßen Kinder und ihr Ehemann sind türkisch Stämmig. Ich kenne sie nun seit ein paar Jahren und ich bewundere Sie. Sie ist herzlich, offen, freundlich und vor allem strahlt sie immer eine wahnsinnig positive Stärke aus.

Letztes Jahr halfen wir ihr, ihre Wohnung komplett zu renovieren. Neue Möbel, tapezieren und streichen. Im Gegenzug bekochte sie uns öfters mit ihren alten Großmutter türkischen Rezepten. Ich lobe nicht oft die Kochkünste von jemanden. Denn als gelernte Köchin stelle ich sehr hohe Ansprüche, auch bezogen auf mich. Aber ihr Essen *nom nom*  einfach super, lecker und genial.

Ich wunderte mich zwar das ihr Mann nie zu Hause war aber ich wusste er arbeitete in der Gastronomie, wo 12h Schichten eher als normal angesehen wurden. Vor ein paar Wochen bat sie mich um ein vertrauliches Gespräch. Nichtsahnend, stimmte ich zu und besuchte Sie. Sie öffnete ihr Herz und erzählte mir, dass ihr Ehemann seit ein paar Jahren gewalttätig ihr gegenüber sei.

Völlig von den Socken gerissen wusste ich erstmal keine Antwort. Er bedrohte, beschimpfte und zum Schluss schlug er sie.

Auf die Frage wie lange sie denn das schon mitmache, erwiderte sie verlegen, seit geraumer Zeit. Wo soll sie alleine hin mit zwei kleinen Kindern? Außerdem hoffte sie immer, dass er sich würde ändern. O.k tief durchatmen authenticgirl! Was kann ich bzw. wir für sie tun?

Da kam das ganze Ausmaß heraus. Vor ein paar Tagen machte er nicht  vor seinen Kindern halt, rastete aus und schlug die zwei Kleinen. Damit nicht genug[!] war er Spielsüchtig und verzockte mal an einem Abend zwei tausend Euro!! Gott sei Dank[!] öffnete das ihre Augen und sie wollte am Wochenende in einer Nacht und Nebelaktion wenn er arbeitete, verschwinden.

Sie konnte fürs erste bei ihrer Schwester unterkommen fünfhundert Kilometer entfernt. Ich sollte für ein paar Stunden die Kinder nehmen während Tiger mit ihr, ein paar Möbel und das nötigste für die Kinder, in den Transporter lud, den ihre Schwester fuhr.  Natürlich war das kein Problem für uns! Bei so einer tragischen Geschichte, musste man helfen!

Am besagten Samstag war die Polizei präsent  [nur zur Sicherheit, falls er nach Hause kommen würde] und ich versuchte die Kinder mit diversen Spielen abzulenken. Die Kinder wussten natürlich was passierte und waren dementsprechend hibbelig, aufgeregt und wussten nicht wohin mit sich. Trotzdem klappte alles wie am Schnürchen, es gab keine Zwischenfälle und Tiger half wo es nur ging.  Unter tränenreichen Abschied umarmten wir uns und sagten uns Lebewohl . Ich wünsche ihr alles Gute für die Zukunft! Das sie ihr Glück und ihr Leben wieder findet.

Danach dachten wir, es würden Wutausbrüche oder schlimmeres  seinerseits folgen und schlossen sorgsam unsere Haustür ab und mieden die Wohnung. Nichts. Erstaunlicherweise blieb es ruhig und wir hörten, wussten und sahen nichts von ihm. Worüber ich sehr froh bin und hoffe es bleibt so!

 

Backgeschichte

 

 

Mich gleich nach der Arbeit umgezogen und in frisch gewaschene Kleidung geschlüpft nur um mich 2h später beim Waffeln backen von oben bis unten mit Teig einzusauen -.-

Kommentar von Tiger: “Das wäre nicht passiert hätte ich nackig ähm natürlich mit Schürze gebacken.”  😉

Krasse Erfahrungen Teil I

Ich hatte [jedenfalls für mich] eine oberflächliche Freundin namens Tina. Das heißt nicht, dass sie sehr viel Wert auf ihr äußeres gelegt hätte sondern es braucht sehr sehr lange bis ich eine Bekannte eine “gute” Freundin oder beste Freund/ Freundin nenne.  Da muss schon einiges passieren bis ich jemanden wirklich vertraue, kann über Jahre gehen.

Tina dachte ich wäre ihre beste Freundin obwohl ich immer  versuchte  ihr keinen Anlass für diesen Grund zu geben. Tina war Mitte dreißig hatte ein dreijährigen Sohn, war mit ihrem zweiten Kind schwanger und hatte sich gerade von ihrem Mann getrennt.

Wir waren ein Jahr befreundet. Sie rief mich desöfteren an, auch abends und nachts und erzählte mir ihr leid. Sie war  in eine neue Wohnung gezogen und Ihr Ex Mann lauerte ihr im Flur, vor der Eingangstür oder bei den Nachbarn auf. Natürlich war sie verzweifelt und brauchte jemanden der ihr zuhörte und unterstützte. Deswegen war ich da und versuchte mein bestes ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Ich erlaube mir zu behaupten, dass ich eine recht gute Menschenkenntnis besitze und von Anfang hatte ich Bauchschmerzen bei ihr.  Aber sie tat mir so unendlich leid und deswegen sprang ich über meinen Schatten und unterstützte sie. Immer mit einem gewissen Abstand von meinerseits z. B war sie nie bei mir zu Hause oder wusste sonst über meine Hobbies Bescheid. Aber dafür lernte ich umso mehr über sie kennen…

[zur Erklärung: Ich bin ein vollblut Metler. Ich lebe und fühle die Musik, tanze und identifiziere mich mit Metall. Es ist mein Leben. Dementsprechend ziehe ich mich des Öfteren so an. Das heißt Springerstiefel, Nietenweste, kurze Hosen mit Netzstrümpfen etc…]

Sie sah mich eines Tages, in meiner Metler Kluft in der Stadt spazieren. Unsere Blicke trafen sich. Ich ging zu ihr und wollte meinen Mund  gerade öffnen als sie mich  geringschätzig musterte und mich anschrie:” Du betest ja Satan an!Hätte ich das vorher gewusst.”  Bevor ich was erwidern konnte, drehte sie sich wie von der Tarantel gestochen um und verschwand. Bis heute habe ich nichts mehr von ihr gehört.

Fazit: Mein Bauchgefühl hat sich mal wieder bewahrheitet. Wieder eine Bekannte auf meiner Liste gestrichen. 🙂

Wer nur oberflächlich betrachtet sieht den wahren Kern des Menschen nicht.

Selbstverteidigung

Unglaublich aber meine Firma bieten einen Selbstverteidigungskurs nur für Frauen in unserer Nähe an 🙂

Das Ganze soll insgesamt 10 h á 2,5h pro Einheit gehen. Vorallem  sind  es nicht irgendwelche “Anfänger” die uns schulen, sondern Polizisten mit jahrelanger Erfahrung.  Das beste zum Schluss: die Kosten werden auch übernommen. Alles was es uns kostet ist die Zeit.

Toll! Ich habe sowieso mit dem Gedanken gespielt mich bei einem Verteidigungskurs anzumelden. Anfangen soll das Ganze Mai/ Juni. Ich bin mal gespannt o.O

Wieder einmal merke ich: Ich hab ne tolle Firma!

Not macht erfinderisch!

Ich gebe es ja zu. Ich habe einen Faible. Seit ich in meiner  Jugend [zur Konfirmation] meinen ersten “echten” Schmuck geschenkt bekommen habe, kann ich nicht genug davon haben. Ich liebe sie, ich sammle sie, ich kann nicht genug davon haben 🙂

Mein Schatz besteht aus:
12 Ketten
10 verschiedenen Ohrringen
+ Armreifen
+ Haarrbänder bzw. Haarreifen
+ viele Accessoires

Mein Schmuckkästchen ist brechend voll. Meine Ketten ein einziger Knoten aus dem es immer starke Nerven brauchte um sie zu entwirren, damit man endlich eine tragen konnte. Was tun?

Man nehme eine Pinnwand aus Kork, Dekostoff, Borte [zum verzieren], Tacker, Heißklebepistole und Reißzwecken.

Wir haben den Rücken von der Pinnwand mit einem Karton verstärkt damit die Reißzwecke und Tackerklammern halten. Dann den Dekostoff straff  spannen und auf der Rücksteite fest tackern. Zum Schluss die Borte mit einer Heißklebepistole je nach Wunsch und Geschmack trappieren. Zum Schluss die Ketten mit bunten Reißzwecken aufhängen

Viola! Not macht erfinderisch

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Ein bisschen Retro oder?

Mein Berufsleben

Dank Zeitarbeiterin beschäftigt mich das Thema und ich schaue Rückblickend auf mein Berufsleben bzw Wahl. Ich finde es ist ein sehr spannendes Thema, da auch ich so meine Anlaufschwierigkeiten hatte.

Mein größter Traum damals war mein Abi zu machen. Ich stand damals kurz vor der Mittlere Reife Prüfungen und lernte meine [in meinem jugendlichen Leichtsinn gedacht] große Liebe kennen. Immerhin waren wir fast 6 Jahre zusammen. Jedenfalls war mir die Liebe damals viel wichtiger wie Schule und lernen. Obwohl ich das lernen liebt und sehr gute Noten hatte. Ich hatte Schmetterlinge im Bauch, fühlte mich wie ein Glückskind voller Euphorie und Endorphine war mir alles egal. Ich bestand die Prüfungen mit guter Auszeichnung außer eine, sie sollte auch die wichtigste sein. Kein Wunder mit 1,0 Promille im Blut weil wir die Nacht durch gemacht hatten. Ich hatte wenigstens die Mittlere Reife in der Tasche.

Ich versuchte mich trotzdem bei verschiedenen Gymnasien zu bewerben. Es kamen nur absagen und niederschmetternde Antworten. Faul und verliebt wie ich war, gab ich auf und suchte mir auch danach keine Lehrstelle. Ich musste zu sehen, wie mein damaliger Freund voller Freude eine Lehre als Koch begann. Während ich drei Monate zu Hause saß, genoss er seine Ausbildung und wir sahen uns immer seltener. Ich dachte mir damals so schnell gebe ich nicht auf, suchte und suchte bis ich ein Praktikumsplatz auch als Köchin ergatterte.

Das Praktikumsjahr war die schönste Berufszeit meines Lebens. Ich verstand mich super mit meinen Chefs und Kollegen, wir scherzten und sogar freiwillige Überstunden machte ich gerne und ohne zu murren. Leider bildete der Betrieb nicht aus und ich zog weiter. Ich machte eine Ausbildung in einer Sterneküche. Dort war es um 180°  das genaue Gegenteil. Der Chef beschimpfte und beleidigte uns, manche gab er eine Ohrfeige, 16h Tage waren eher die Regel als Ausnahme. Ich schlief an manchen Tagen im Umkleideraum weil es sich nicht gelohnt hatte, nach Hause zu fahren. Trotzdem biss ich die Zähne zusammen und absolvierte die Ausbildung. Dazwischen wechselte ich den Betrieb aber es änderte sich nicht viel.

Ich wusste vom allerersten Tag, dass ich diesen Beruf nicht mein Leben lang machen möchte. Der Stress, die schlechte bezahlung und der Undank waren es nicht Wert. Eigentlich tat ich es damals für meinen Freund. Ich wollte das gleiche machen wie er. Ich wollte mit ihm mithalten. Ich wollte eine Gemeinsamkeit.

Nach der Ausbildung arbeitete ich ein Jahr für einen Autozulieferer in der Produktion. Ich wollte schnelles und einfaches Geld verdienen was dann auch klappte.  Natürlich war die Arbeit auf Dauer stumpfsinnig und leer.

Danach wechselte ich zu meiner jetzigen Firma  in der Medizinbranche, in der ich jetzt zwei Jahre arbeite. Durch Glück kam ich  gleich in die Entwicklungsabteilung. Was soll ich sagen? Es macht mir Spaß, die Arbeit ist Herausfordernd, mein Gehalt ist super und das wichtigste sie fördern auch die Mitarbeiter. Siehe Weiterbildung. Ich denke mein Zug wird noch weiter fahren denn ich bin Ehrgeizig.

Fazit: Meine Berufswahl war damals doof und naiv. Das liegt auch daran weil mir niemand beratend zur Seite gestanden hat.  Heute würde ich das gleiche machen, denn seit der Ausbildung kann mich nichts mehr so schnell aus der Ruhe bringen und ich weiß was es heißt sch*** zu fressen. Ich denke ohne diesen Weg wäre ich jetzt nicht da, wo ich heute bin!