Keine lust…

Am Wochenende gibt es wieder ein Familien-Ding Tag. Zwei Familien Mitglieder haben Geburtstag. Das heißt für mich Stress. Panik. Zwang.

Erstens geht es mir physisch im Moment nicht gut. Zweitens meldet sich mein Körper zu Wort und verlangt nach Ruhe. Aber da ich sowieso wenig Kontakt zu meiner Familie habe und alle beleidigt wären wenn ich nicht mitkomme, werde ich mal wieder gute Miene zum bösen Spiel machen. Erzählen das alles in Ordnung ist, fröhlich lachen usw. Danach bin ich total ausbebrannt und seelisch am ende. Was würde ich gerne meinen Eltern an den Kopf werfen was sie alles falsch gemacht in meiner Erziehung. Warum wir nie reden durften über Probleme oder Sorgen. Warum ich keine Freunde mitbringen durfte. Warum ich keine Geburtstage feiern durfte. Ich schweife schon wieder ab in mein Gedankenkarussel…

Ich werde bis dahin einfach genug Enerige und Kraft sammeln das ich auch diesen Tag überstehe. Irgendwie.

Schlechter Mensch?

Ich habe immer einen zwei Phasen Rythmus. Erste Phase, in der es mir  gut geht, ich sogar euphorisch durch die Welt laufe. Alles muss erkundet werden, alles muss ausprobiert werden. Ja wirklich ALLES. Nichts ist vor mir sicher. Meine Energie ist scheinbar unerschöpflich. Jedes Problem, jede schwierige Situation macht mir nichts aus. Ich finde eine Lösung.

Bis dann die zweite Phase kommt. Die bösen Stimmen in meinem Kopf fangen an, an mir herum zu zippen. Ich fühle mich schlecht, nicht liebenswürdig bzw lebenswürdig.  Ich habe mein Leben nicht verdient. Warum muss alles so schwer sein? Dann möchte ich mich am liebsten unter der Decke verstecken, alles um mich herum vergessen. Mich vergessen. Die Errinnerungen kommen hoch. Ich bilde eine Mauer um mich herum. Aufreht erhalten von einer Maske. Meiner ich-bin-glücklich Maske.

Mit meinem 24 Jahren habe ich schon soviel gesehen. Soviel schreckliches Erfahren. Immer war die Maske mein Begleiter!  Man darf auf keinen Fall Gefühle zeigen, ja Tränen vergießen. Das bedeutet Schwäche, dass bedeutet Gefahr.

Warum wurde ich so erzogen? Ich hasse mich. Meine liebsten Freunde, die soviel Geduld mit mir hatten habe ich vergrault, verjagt, enttäuscht. Ich kann niemand an mich heranlassen, denn das bedeutet Gefühle zeigen. Sich offenbaren. Gefahr.

Im Moment habe ich diese Phase. Aber ich weiß es kommt bald wieder Phase eins…

Auf der Suchen nach mir!

Ich bin weiblich, 24 und dies ist meine Geschichte, mein Leben. Ich versuche ein Lebensfroher Mensch zu sein. Treibe Sport, interessiere mich für Geschichte, Bücher, und zocke nebenbei gerne.

Ich habe einen tollen Beruf, eine tolle Beziehung und eine tolle Wohnung. Somit das perfekte Leben. Wenn das ABER nicht wäre…

ich habe Depressionen. Dieses Wort. Es ist das erste mal das ich es niederschreibe. Dieses Wort. Seit Jahren weiß ich es im Unterbewusstsein. Aber ich verdränge, verschiebe baue eine Mauer um mich herum. Alles ist soviel leichter wenn man sich nicht stellen muss / will / kann.

Ich irre herum auf der Suche nach mir. Finde einen Weg, den ich dann doch nicht gehen will. Ic habe Angst. Angst davor in meine Seele , in meine Vergangenheit zu blicken. Schreckliche Dinge zu herauszugraben und daran zu verzweifeln!

Lieber setze ich eine Maske auf und verstecke mich. Früher hatte ich viele Freunde, die ich nach und nach alle mit Absicht vergrault habe. Ja  nicht zu nahe kommen ist meine Divise.

Dies ist mein erster Schritt aus der Spirale von innerlicher Einsamkeit und Depressionen herauszukommen.

Dies ist mein Leben…