Nachbarschaftsstreit

In den letzten Wochen war einiges los. Jetzt da endlich mal seit Wochen, richtig schönes Sonnenschein Wetter ist, hat mich eine Erkältung flach gelegt. Wenigstens habe ich mal wieder Zeit zum bloggen.

Vorletztes Wochenende gab es Trubel mit unserer Nachbarin. Sie, ihre zwei süßen Kinder und ihr Ehemann sind türkisch Stämmig. Ich kenne sie nun seit ein paar Jahren und ich bewundere Sie. Sie ist herzlich, offen, freundlich und vor allem strahlt sie immer eine wahnsinnig positive Stärke aus.

Letztes Jahr halfen wir ihr, ihre Wohnung komplett zu renovieren. Neue Möbel, tapezieren und streichen. Im Gegenzug bekochte sie uns öfters mit ihren alten Großmutter türkischen Rezepten. Ich lobe nicht oft die Kochkünste von jemanden. Denn als gelernte Köchin stelle ich sehr hohe Ansprüche, auch bezogen auf mich. Aber ihr Essen *nom nom*  einfach super, lecker und genial.

Ich wunderte mich zwar das ihr Mann nie zu Hause war aber ich wusste er arbeitete in der Gastronomie, wo 12h Schichten eher als normal angesehen wurden. Vor ein paar Wochen bat sie mich um ein vertrauliches Gespräch. Nichtsahnend, stimmte ich zu und besuchte Sie. Sie öffnete ihr Herz und erzählte mir, dass ihr Ehemann seit ein paar Jahren gewalttätig ihr gegenüber sei.

Völlig von den Socken gerissen wusste ich erstmal keine Antwort. Er bedrohte, beschimpfte und zum Schluss schlug er sie.

Auf die Frage wie lange sie denn das schon mitmache, erwiderte sie verlegen, seit geraumer Zeit. Wo soll sie alleine hin mit zwei kleinen Kindern? Außerdem hoffte sie immer, dass er sich würde ändern. O.k tief durchatmen authenticgirl! Was kann ich bzw. wir für sie tun?

Da kam das ganze Ausmaß heraus. Vor ein paar Tagen machte er nicht  vor seinen Kindern halt, rastete aus und schlug die zwei Kleinen. Damit nicht genug[!] war er Spielsüchtig und verzockte mal an einem Abend zwei tausend Euro!! Gott sei Dank[!] öffnete das ihre Augen und sie wollte am Wochenende in einer Nacht und Nebelaktion wenn er arbeitete, verschwinden.

Sie konnte fürs erste bei ihrer Schwester unterkommen fünfhundert Kilometer entfernt. Ich sollte für ein paar Stunden die Kinder nehmen während Tiger mit ihr, ein paar Möbel und das nötigste für die Kinder, in den Transporter lud, den ihre Schwester fuhr.  Natürlich war das kein Problem für uns! Bei so einer tragischen Geschichte, musste man helfen!

Am besagten Samstag war die Polizei präsent  [nur zur Sicherheit, falls er nach Hause kommen würde] und ich versuchte die Kinder mit diversen Spielen abzulenken. Die Kinder wussten natürlich was passierte und waren dementsprechend hibbelig, aufgeregt und wussten nicht wohin mit sich. Trotzdem klappte alles wie am Schnürchen, es gab keine Zwischenfälle und Tiger half wo es nur ging.  Unter tränenreichen Abschied umarmten wir uns und sagten uns Lebewohl . Ich wünsche ihr alles Gute für die Zukunft! Das sie ihr Glück und ihr Leben wieder findet.

Danach dachten wir, es würden Wutausbrüche oder schlimmeres  seinerseits folgen und schlossen sorgsam unsere Haustür ab und mieden die Wohnung. Nichts. Erstaunlicherweise blieb es ruhig und wir hörten, wussten und sahen nichts von ihm. Worüber ich sehr froh bin und hoffe es bleibt so!

 

Krasse Erfahrungen Teil I

Ich hatte [jedenfalls für mich] eine oberflächliche Freundin namens Tina. Das heißt nicht, dass sie sehr viel Wert auf ihr äußeres gelegt hätte sondern es braucht sehr sehr lange bis ich eine Bekannte eine “gute” Freundin oder beste Freund/ Freundin nenne.  Da muss schon einiges passieren bis ich jemanden wirklich vertraue, kann über Jahre gehen.

Tina dachte ich wäre ihre beste Freundin obwohl ich immer  versuchte  ihr keinen Anlass für diesen Grund zu geben. Tina war Mitte dreißig hatte ein dreijährigen Sohn, war mit ihrem zweiten Kind schwanger und hatte sich gerade von ihrem Mann getrennt.

Wir waren ein Jahr befreundet. Sie rief mich desöfteren an, auch abends und nachts und erzählte mir ihr leid. Sie war  in eine neue Wohnung gezogen und Ihr Ex Mann lauerte ihr im Flur, vor der Eingangstür oder bei den Nachbarn auf. Natürlich war sie verzweifelt und brauchte jemanden der ihr zuhörte und unterstützte. Deswegen war ich da und versuchte mein bestes ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Ich erlaube mir zu behaupten, dass ich eine recht gute Menschenkenntnis besitze und von Anfang hatte ich Bauchschmerzen bei ihr.  Aber sie tat mir so unendlich leid und deswegen sprang ich über meinen Schatten und unterstützte sie. Immer mit einem gewissen Abstand von meinerseits z. B war sie nie bei mir zu Hause oder wusste sonst über meine Hobbies Bescheid. Aber dafür lernte ich umso mehr über sie kennen…

[zur Erklärung: Ich bin ein vollblut Metler. Ich lebe und fühle die Musik, tanze und identifiziere mich mit Metall. Es ist mein Leben. Dementsprechend ziehe ich mich des Öfteren so an. Das heißt Springerstiefel, Nietenweste, kurze Hosen mit Netzstrümpfen etc…]

Sie sah mich eines Tages, in meiner Metler Kluft in der Stadt spazieren. Unsere Blicke trafen sich. Ich ging zu ihr und wollte meinen Mund  gerade öffnen als sie mich  geringschätzig musterte und mich anschrie:” Du betest ja Satan an!Hätte ich das vorher gewusst.”  Bevor ich was erwidern konnte, drehte sie sich wie von der Tarantel gestochen um und verschwand. Bis heute habe ich nichts mehr von ihr gehört.

Fazit: Mein Bauchgefühl hat sich mal wieder bewahrheitet. Wieder eine Bekannte auf meiner Liste gestrichen. 🙂

Wer nur oberflächlich betrachtet sieht den wahren Kern des Menschen nicht.

Not macht erfinderisch!

Ich gebe es ja zu. Ich habe einen Faible. Seit ich in meiner  Jugend [zur Konfirmation] meinen ersten “echten” Schmuck geschenkt bekommen habe, kann ich nicht genug davon haben. Ich liebe sie, ich sammle sie, ich kann nicht genug davon haben 🙂

Mein Schatz besteht aus:
12 Ketten
10 verschiedenen Ohrringen
+ Armreifen
+ Haarrbänder bzw. Haarreifen
+ viele Accessoires

Mein Schmuckkästchen ist brechend voll. Meine Ketten ein einziger Knoten aus dem es immer starke Nerven brauchte um sie zu entwirren, damit man endlich eine tragen konnte. Was tun?

Man nehme eine Pinnwand aus Kork, Dekostoff, Borte [zum verzieren], Tacker, Heißklebepistole und Reißzwecken.

Wir haben den Rücken von der Pinnwand mit einem Karton verstärkt damit die Reißzwecke und Tackerklammern halten. Dann den Dekostoff straff  spannen und auf der Rücksteite fest tackern. Zum Schluss die Borte mit einer Heißklebepistole je nach Wunsch und Geschmack trappieren. Zum Schluss die Ketten mit bunten Reißzwecken aufhängen

Viola! Not macht erfinderisch

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Ein bisschen Retro oder?

Mein Berufsleben

Dank Zeitarbeiterin beschäftigt mich das Thema und ich schaue Rückblickend auf mein Berufsleben bzw Wahl. Ich finde es ist ein sehr spannendes Thema, da auch ich so meine Anlaufschwierigkeiten hatte.

Mein größter Traum damals war mein Abi zu machen. Ich stand damals kurz vor der Mittlere Reife Prüfungen und lernte meine [in meinem jugendlichen Leichtsinn gedacht] große Liebe kennen. Immerhin waren wir fast 6 Jahre zusammen. Jedenfalls war mir die Liebe damals viel wichtiger wie Schule und lernen. Obwohl ich das lernen liebt und sehr gute Noten hatte. Ich hatte Schmetterlinge im Bauch, fühlte mich wie ein Glückskind voller Euphorie und Endorphine war mir alles egal. Ich bestand die Prüfungen mit guter Auszeichnung außer eine, sie sollte auch die wichtigste sein. Kein Wunder mit 1,0 Promille im Blut weil wir die Nacht durch gemacht hatten. Ich hatte wenigstens die Mittlere Reife in der Tasche.

Ich versuchte mich trotzdem bei verschiedenen Gymnasien zu bewerben. Es kamen nur absagen und niederschmetternde Antworten. Faul und verliebt wie ich war, gab ich auf und suchte mir auch danach keine Lehrstelle. Ich musste zu sehen, wie mein damaliger Freund voller Freude eine Lehre als Koch begann. Während ich drei Monate zu Hause saß, genoss er seine Ausbildung und wir sahen uns immer seltener. Ich dachte mir damals so schnell gebe ich nicht auf, suchte und suchte bis ich ein Praktikumsplatz auch als Köchin ergatterte.

Das Praktikumsjahr war die schönste Berufszeit meines Lebens. Ich verstand mich super mit meinen Chefs und Kollegen, wir scherzten und sogar freiwillige Überstunden machte ich gerne und ohne zu murren. Leider bildete der Betrieb nicht aus und ich zog weiter. Ich machte eine Ausbildung in einer Sterneküche. Dort war es um 180°  das genaue Gegenteil. Der Chef beschimpfte und beleidigte uns, manche gab er eine Ohrfeige, 16h Tage waren eher die Regel als Ausnahme. Ich schlief an manchen Tagen im Umkleideraum weil es sich nicht gelohnt hatte, nach Hause zu fahren. Trotzdem biss ich die Zähne zusammen und absolvierte die Ausbildung. Dazwischen wechselte ich den Betrieb aber es änderte sich nicht viel.

Ich wusste vom allerersten Tag, dass ich diesen Beruf nicht mein Leben lang machen möchte. Der Stress, die schlechte bezahlung und der Undank waren es nicht Wert. Eigentlich tat ich es damals für meinen Freund. Ich wollte das gleiche machen wie er. Ich wollte mit ihm mithalten. Ich wollte eine Gemeinsamkeit.

Nach der Ausbildung arbeitete ich ein Jahr für einen Autozulieferer in der Produktion. Ich wollte schnelles und einfaches Geld verdienen was dann auch klappte.  Natürlich war die Arbeit auf Dauer stumpfsinnig und leer.

Danach wechselte ich zu meiner jetzigen Firma  in der Medizinbranche, in der ich jetzt zwei Jahre arbeite. Durch Glück kam ich  gleich in die Entwicklungsabteilung. Was soll ich sagen? Es macht mir Spaß, die Arbeit ist Herausfordernd, mein Gehalt ist super und das wichtigste sie fördern auch die Mitarbeiter. Siehe Weiterbildung. Ich denke mein Zug wird noch weiter fahren denn ich bin Ehrgeizig.

Fazit: Meine Berufswahl war damals doof und naiv. Das liegt auch daran weil mir niemand beratend zur Seite gestanden hat.  Heute würde ich das gleiche machen, denn seit der Ausbildung kann mich nichts mehr so schnell aus der Ruhe bringen und ich weiß was es heißt sch*** zu fressen. Ich denke ohne diesen Weg wäre ich jetzt nicht da, wo ich heute bin!

 

Bin ich ein Monster?

Heute wieder eine Situation in der ich mich frage: “Bin ich ein Monster?”

Es geht um Tigers Neffen Paco. Er ist im Moment mitten in der Pubertät. Wenn das alles wäre, wäre mir leichter ums Herz. Dem ist aber leider nicht so.

Er ist ein ganz “spezieller” Junge. Er hat keine normalen Hobbies wie andere in seinem Alter sprich Sport, Freunde oder eine Freundin.  Er sitzt nach der Schule 12h  den ganzen Tag vor dem Rechner. Er hat keine wenig soziale Kontakte und wenn dann nur über diverse Communitys. Er geht nicht rauß in die Natur und für andere Hobbies [Billard, schwimmen etc.] konnten wir ihn auch nicht lange begeistern. Wenn er nicht vor dem Rechner sitzt ist er ganz nervös, hibbelig und spricht ununterbrochen von PC bzw. Konsolen Spiele.

[Ich bin kein unschulds Engel. In seinem Alter habe ich auch viel Zeit vor dem Rechner verbracht und diverse Spiele gezockt. Aber ich hatte auch viele andere Hobbies.]

Wenn er bei uns ist möchte er nichts anderes außer mit meinem Tiger am PC zocken. Dabei ist er so laut und brüllt herum das ich nach 10 min den Raum verlassen muss. Ich gebe mir Mühe auf das Abendessen und was ist sein Kommentar: “Schmeckt mir nicht, geh mer zum [beliebige Fastfoodkette] essen?

O.k ich hämmere mir immer wieder ein:” Ist ja  nicht mein Kind und es geht mich nichts an.”  Nur wenn die Eltern regelmäßig versuchen uns das Kind aufs Auge zu drücken weil sie mit ihm überfordert sind und ihre Ruhe haben möchten, denke ich geht mich  das sehr wohl was an.  Wenn ich ehrlich bin ist er mir viel zu ansträngend. Wir passen regelmäßig auf ihn auf, schließlich wollen wir die Eltern entlasten.  Wir laden ihn zu einem Eis essen ein, gehen mit ihm schwimmen, Cocktail trinken etc. Natürlich haben wir dafür NIE eine Gegenleistung bekommen erwartet.

Aber ich kann und will ihn nicht mehr nehmen. Ich habe genug Sorgen, genug Stress auf der Arbeit dazu meine psychischen Probleme, die ich selber noch in den Griff bekommen möchte. Die Eltern besonders die Mutter ist sauer auf mich und kann es nicht verstehen. Ich bin es satt immer Rücksicht auf andere zu nehmen.  Mich immer für andere aufzuopfern.

Heute war ausgemacht das Tiger zu ihm geht und bei ihm vor dem Rechner den Tag verbringt. Da kam nach einer Stunde eine SMS von meinem Tiger: ” Paco möchte unbedingt zu uns und mit mir an unserem PCs zocken.”  Ich bin wütend geworden.

Es war ausgemacht das Tiger zu ihm geht. Ich habe mich darauf eingestellt, alleine in der Wohnung zu  sein, in der Zeit mal den längst überfälligen Hausputz zu machen und dabei ungestört zu sein.  Und was ist?! Ich hasse es überrumpelt zu werden. Ich brauche einen festen Tagesplan an dem ich mich halten kann.

Ich habe zurück gerufen und gesagt das es nicht geht und ich meine Ruhe brauche! Natürlich bin ich jetzt ein Monster ein schlechter Mensch bei den Eltern. Ich mache mir Vorwürfe. Bin ich  wirklich ein Monster? Ich weiß nicht mehr weiter…

Schreckmoment

Heute nichts ahnend an der Bushalltestelle. Ich sehe zwei Jungen ca. 10 Jahre alt miteinander heftig treiten. Ich denke mir nichts dabei, schließlich sind es nur zwei Kleine die sich austoben.

Keine 2 Minuten später drehe ich mich um und traue meinen Augen nicht. Die beiden Jungs prügeln sich. Aber nicht das “normale” scherzhafte prügeln das ich als Kind oft mit meiner Freundin getan habe. Nein sie schlägerten aufeinander ein. Mit Fäusten, tritten und Ohrfeigen. Die ersten Sekunden war ich starr vor Schreck unfähig zu denken.

Doch als einer der beiden am Boden lag und der Andere mit dem Fuß nach ihm trat ging ich [als einzigste von ca. 10 gaffenden Menschen] dazwischen. Ich hielt den einen auf, redete auf ihn ein und versuchte ihn zu beschwichtigen. Ich dachte jetzt wird er schon zu Vernunft kommen, doch weit gefehlt. Er riß sich von mir los und wollte wieder dazu ansetzen, weiter auf den am Boden liegende einzudreschen.

Ich ging wieder dazwischen, mittlerweile Schweißperlen auf der Stirn. Endlich nach endlosen Minuten kam mir ein älterer Mann zu hilfe. Gemeinsam beruhigten wir die beiden und kümmerten uns um den anderen, dem [Gott sei dank!] nichts weiter passiert ist.

Völlig unruhig stieg ich später in den Bus und fuhr nach Hause.

Bin ich in einer Blase aufgewachsen oder warum empfinden es so viele als normal wenn zwei Kinder aufeinander eindreschen?! Natürlich hatte ich oft und öfters streit mit meinen Freunden und ab und zu haben wir uns auch gerauft. Aber einen am Boden liegenden noch zu treten?! No way!!

Ich bin traurig. Obwohl es nur zwei Kleine Jungs waren ist niemand dazwischen gegangen. Jeder hat gegafft aber keiner hat was unternommen. Ich hoffe so einen Schreckensmoment muss ich nie wieder erleben.

Die Sache mit dem Heiraten

Ich fange von vorne an. Meine Mutter heiratete mit 18 Jahren. Damals war die Zeit etwas anders. Sie erzählte mir das es üblich war früh zu heiraten. Ja sogar die Familie, Freunde und Nachbarn schauten Frauen, die nicht spätestens mit 20 Jahren verheiratet waren schräg an.

Mit 19 Jahren bekam meine Mutter meinen ältesten Bruder. Danach erblickten meine zwei anderen Brüder das Licht der Welt. Ich kam als Nachzüglerin, da war meine Mutter 31. Meine Eltern waren 35 Jahre verheiratet. Die Ehe von meinem Eltern würde ich mit drei Worten beschreiben: streit- lügen- misstrauen.

Ich lasse bewusst die Krankheit  von meinem Dad weg. Denn dies ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls stritten die beiden immer und auch vor uns Kindern gab es keinen halt. Wie oft saß ich alleine in meinem Versteck und weinte. Warum konnten wir nicht eine ganz “normale” Familie sein?! Heute weiß ich, dass es bei keiner Familie immer “sunshine und [entschuldigt bitte] Friede, Freude, Eierkuchen” gibt.  Ich kann mich mit 9 Jahren an meine erste Diskussion mit meiner Mutter erinnern.

Sie: ” Authenticgirl, mach NICHT den gleichen Fehler wie ich. Du darfst NIEMALS heiraten!”

Ich: ” Aber Mama. Nicht jede Ehe ist schlecht. Schau mal bei meinem Onkel und Tante. Sie scheinen glücklich zu sein.”

Sie: ” Ach das ist alles nur Theater. Du MUSST Karriere machen! Wenn du heiratest,  unterwirfst du dich. Du musst UNABHÄNGIG und EIGENSTÄNDIG leben.”

Diese Art von  Gesprächen führten wir fast jeden Tag. Sie wurde NIE müde mir zu sagen, das die Ehe etwas ungemein schlechtes sei. Damals war ich noch ein kleines Mädchen und glaubte ihr bedingungslos. Diese Sätze sind mir bis heute im Gedächtniss geblieben. KARRIERE machen – zu jedem Preis. Niemals eine Familie gründen, denn dann ist man abhängig.

Sie hat mir so eine Angst eingeimpft und mich auf Karriere getrimmt, das es mir schwer fällt dieses Muster zu durchbrechen. Ich mache mir selber immer wieder Druck, gehe oft über meine Grenzen, nur um meine Karriere voran zu treiben. Nie damit zu Frieden zu sein, was ich schon erreicht habe.

Ich mache ihr oft im Stillen Vorwürfe warum sie das getan hat.  Kann die Ehe nicht funktionieren?? Ist es wirklich eine abhängigkeit? Unterwirft man sich als Frau?

Ich und mein Tiger  sind durch so viele Höhen und Tiefen marschiert. Trotzdem haben wir immer zusammen gehalten. Die klassische Rollenverteilung gibt es bei uns nicht. Er ist der einzigste Mann mit dem ich mir eine glückliche Ehe vorstellen könnte. Wenn diese schwarze Wolke nicht immer in meinem Gedächtnis schwirren würde, begleitet von den Sätzen meiner Mutter. DIE EHE IST WAS SCHLECHTES.

Neuigkeiten Arbeitswelt & Co.

Eeeendlich geschafft!!! 🙂

Nach zwei Jahren… nach zwei Jahren kämpfen, schuften, und durchboxen. Hab ich ihn! Meinen unbefristeten Arbeitsvertrag. Mein größter Wunsch in der Medizinbranche Fuß zu fassen ist in Erfüllung gegangen.
Gut bezahlt – gute Arbeitszeiten – Arbeit dir mir Spaß macht.

Heute im Briefkasten dann die nächste Überraschung. Tunusrechnung Strom.  Wir haben sehr viel eingespart – Geld zurück – Stromrechnung niedriger.

Wenn ich bedenke das ich vor drei Jahren am Ende des Monats nichts mehr zu essen hatte und ich in zwei Monaten 8 kg abgenommen habe, geht es endlich, endlich wieder vorwärts. Ich werde alles dafür tun damit das so bleibt… Das beste. Ich kann meine Mom finanziell unterstützen. Sie hatte letzte Woche eine Augenlaser O.P.  sie konnte immer schlechter sehen. Es war höchste Zeit. Jetzt braucht sie eine Gleitsichtbrille – die ich ihr zum Geburtstag schenke 🙂

Dank an meine Freunde die mir zur Seite gestanden haben.

Geschwisterliebe

Ich und meine Brüder haben nicht das allerbeste Verhältniss. Zuviel ist passiert. Nie eine Aussprache.

Trotzdem. Wir wissen wenn einer von uns in ernsthaften Schwierigkeiten steckt können wir uns immer aufeinander verlassen. So schon einige male passiert. Besonders bei mir [die jüngste]  haben mir meine Brüder geholfen. Und das ist das wichtigste, der Zusammenhalt.

Ein etwas besseres Verhältniss habe ich zu meinem jüngsten Bruder Fred. Er ist unser kleiner Sunshine. Er hat immer einen lustigen Spruch auf Lippen, neckisches und sieht wie ein Lausbub aus. Seine Meinung ist mir wichtig. Besonders bezogen auf die Partnerwahl. Mit meinem Ex ist er nicht sehr gut zurecht gekommen. Sie haben sich nicht offen gestritten oder bekriegt aber man merkte, dass sie nicht auf der gleichen Wellenlänge waren und etwas zwischen ihnen stand. Lange Zeit ignorierte ich es, schließlich war ich blind vor Liebe. Fred sagte kurz nach der Trennung zu mir:” Schwesterherz der Typ war nie was für dich. Aus Rücksicht habe ich mich immer heraus gehalten, gut das du ihn los bist.”  Sein Bauchgefühl betrog ihn also nicht.

Mit meinem Tiger und Fred ist das vom ersten Tag ganz anders gewesen. Nicht nur, dass die beiden im gleichen Alter sind und in der gleichen Woche Geburtstag haben. Nein die beiden passen zusammen wie sprichwörtlich der Topf auf den Deckel 🙂 Sie haben den gleichen Humor, Hobbies und Interessen etc… Wenn die beiden zusammen sind – sind sie unzertrennlich. Im Sommer fahren wir gemeinsam zu einem viertägigen Festival.  Mit meinem Ex wäre sowas undenkbar gewesen.

Ich bin sowas von erleichtert und glücklich Denn Fred ist der einzigste in meiner Familie auf dessen Meinung mir etwas liegt.  Also…Sorgen umsonst gemacht 😉